Tapeten - mehr als nur Papier!

Mit Tapeten lässt sich der Eindruck eines Raumes entscheidend prägen. Struktur, Farbe, Motiv oder Musterung, Größe der Musterung und Verlaufsrichtung von Streifen haben erhebliche optische Effekte, die einem Raum ein gewünschtes Ambiente verleihen können, es aber auch zerstören können - wenn man nicht sorgfältig plant und auswählt.

Unter gesundheitlichen Gesichtspunkten ist außerdem relevant, dass keine leichtflüchtigen oder mittelflüchtigen Stoffe enthalten sind, die die Raumluft belasten können. Tapete nimmt viele Quadratmeter in unserer Wohnung ein, daher handelt es sich um eine sehr bedeutende Fläche, die unser Wohnklima mitbestimmt.

Tapeten lassen sich unterteilen nach:

  • Basismaterial:„Raufaser“ (Papier und Holzspäne), Metall, Kunststoff, Papier, Leder, Seide, Textil, Velours, Kunststoff uvm.
  • Farbgebungsverfahren: Lacktapete, Tiefdrucktapete, Siebdrucktapete, Fototapete etc.
  • Besondere Anwendung: Elektrosmog-Tapete, wärmedämmende Tapete, waschfeste Tapete, Makulatur (Unter-Tapete) uvm.

Prinzipiell gilt, dass besondere Eigenschaften durch besondere Materialien, vor allem Kunststoffe, erzielt werden. Gerade bei Wischbarkeit und Abwaschbarkeit sollten Sie zurückhaltend sein und zweimal überlegen, ob diese Eigenschaft wirklich nötig ist.

Gestaltung mit Tapeten

Da sich das menschliche Auge leicht täuschen lässt, kann man den optischen Eindruck eines Raumes mit wenigen Mitteln verändern und Mängel ausgleichen.

So gewinnen beispielsweise leblose, langweilige Räume durch Kontraste. Dunkle, lichtarme Zimmer wirken durch heitere, leichtere Tapeten heller. Ein niedriger Raum kann durch senkrecht gestreifte Tapeten „erhöht“ werden. Ein hoher Raum wirkt niedriger, wenn eine Tapete mit betont waagerechtem Muster geklebt wird oder zwischen Decke und Tapete ein Fries bleibt. Ein kleiner Raum wirkt durch helle und kleingemusterte Tapeten größer. Große Räume werden durch farbkräftige, großgemusterte Tapeten verkleinert.

Raufasertapete

Die Raufasertapete besteht aus zwei Papierschichten mit Holzfaserzusätzen. Je nach Form und Größe der Holzfasern unterscheidet man zwischen fein, mittel und grob und verschiedenen Sonderkörnungen. Raufasertapeten sind mit Dispersions-, Kasein- und Leimfarbe überstreichbar und mit Spezialkleister zu verkleben.

Raufasertapeten lassen sich mehrfach überstreichen und bieten daher eine lange Haltbarkeit gegenüber gemusterten Modellen, die bei den ersten Anzeichen der Unansehnlichkeit heruntergerissen und ersetzt werden müssen. Rausfasertapeten sind daher - abhängig auch von der verwendeten Farbe - auch eine umweltschonende und geldsparende Variante. Durch Wischtechnik kann der Farbe auch eine gewisse Abwechslung verliehen werden.

Papiertapete

Papiertapeten stellen mengenmäßig den größten Anteil. Die Fond-Tapete, bei der ein vollflächiger Grundfarbton - der Fond - aufgetragen wird, ist meistens mit einem Muster bedruckt. Sie kann auch mit einer Gaufrage-Walz leicht geprägt sein. Preise und Qualität variieren bei dieser Tapetenform stark. Die Verklebung erfolgt mit normalem Kleister.

Textiltapete

Bei den Textiltapeten werden textile Materialen wie Baumwolle, Seide, Jute, Leinen oder Kunstfasern wie Viskose auf Papierträger aufgebracht. Sie sind manchmal auch bedruckt.

Textiltapeten aus Naturfasern haben durch die große, offenporige Oberfläche ein gutes Wasseraufnahmevermögen und sind daher in der Lage, das Raumklima ausgleichend zu beeinflussen. Von daher sind sie baubiologisch vorteilhaft. (Kunstfasern haben ein geringeres Wasseraufnahmevermögen).

Allerdings sind die bei Textiltapeten eingesetzten Stoffe, auch wenn das Grundmaterial Naturfasern sind, nicht unbedingt schadstofffrei. Daneben sind Behandlungen mit hydrophobierenden oder flammhemmenden Mitteln und Fungiziden möglich. Außerdem müssen Textiltapeten wegen ihres Gewichts mit Dispersionsklebern angebracht werden, was kurzfristig eine höhere Schadstoffbelastung als bei Tapetenkleister bedeutet, und abzulösen sind sie schwerer.

Vliestapete

Relativ neu auf dem Markt sind Vlies-Tapeten. Die Vlies-Tapete wird unmittelbar von der Rolle trocken auf die eingekleisterte Wand aufgebracht und abgeschnitten. Bei einer späteren Renovierung lassen sich die Tapetenbahnen trocken und rückstandsfrei wieder abziehen. Geprägte Marmoreffekte und schimmernde Pastell-Dessins stehen ebenso zur Auswahl wie alte Maltechniken, Tiefdruck und Schaum auf Vlies. Dazu abgestimmte Borten als Friese oder Sockeltapeten bereichern diese schwere Tapete.

Der entscheidende Vorteil ist also die Verarbeitungstechnik. Statt dem Einkleistern der Wand (mit der Rolle) kann durchaus die Tapete selbst (wie bei herkömmlichen auch) eingekleistert werden, die Einweichzeit entfällt dabei.

Die Grundmaterialien der Vliestapete sind Textil- und Zellulosefasern, daneben die verschiedensten Pigmente, Druckfarben oder sogar Schäume. Vliestapeten gelten als belastbar und sehr haltbar, auch was die Farbechtheit und die Dauerhaftigkeit des Drucks angeht.

Die Vorteile auf einen Blick:

Einfache Verarbeitung

  • Zuschnitt direkt an der Wand
  • Hohe Gestaltungsvielfalt
  • Belastbarkeit
  • Extrem einfaches Ablösen bei späterer Renovierung.

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